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24.1.2007 von mk.

Block Barley, bürgerlich Sascha Hohn, ist ein Mensch, der einen guten Loop zu schätzen weiss, das wird einem klar, wenn man „Dead at the Control“ hört. Seine musikalische Sozialisation sieht entsprechend aus: Der Turntablist und Plattensammler ist mit HipHop in seiner ursprünglichen Interpretation aufgewachsen, bevor er von Psychedelic und Krautrock fasziniert wurde. Dass der Albumtitel dabei ausserdem mehr als nur einen Wink in Richtung der Dub‐Ästhetik eines Mikey Dread („Dread at the Control“, 1979) darstellt, versteht sich von selbst.
Alte Sampler, Synthesizer und Effektgeräte bestimmen hier das Klangbild, das hier im Zeitlupentempo aufgebaut wird: Ein knisternder, hippie‐esker Sound auf der einfachen Basis, die Block Barley von HipHop gelernt hat: Die Schönheit und Vielschichtigkeit eines Loops.
Vorgestellt wurde „Dead at the Control“ erstmals im Rahmen der Tape‐Loop‐Installation ʺTapemosphere meets Dead at the Controlʺ, einer Zusammenarbeit der beiden befreundeten Künstler Block Barley und Béla Janssen. Zentrale Punkte waren die Auseinandersetzung mit dem Medium Tonbandkasette sowie deren räumliche Darstellungsmöglichkeiten in Verbindung mit analogen Manipulationsmöglichkeiten – ganz im Sinne der Musique Concrete. In der Installation wurden 4 Tonbandschleifen über Nylonschnüre dreidimensional durch den Raum geführt, einfache Kassettendecks dienten als Abspiel‐ und Transportgerät. Drei der vier Loops beinhalteten Elemente einer Komposition von Block Barley: Eine Bassline, Schlagzeug und eine Melodie. Der vierte, interaktive Loop erlaubte es dem Besucher, über ein Mikrofon eigene Sounds, Gesang o.Ä. aufzuzeichnen – dieses Signal wurde verzögert wieder abgespielt und fügte so dem Eigenleben des Songs, der sich durch die unterschiedlich langen Loops stetig veränderte, eine weitere Dimension hinzu. Ein Livemitschnitt ist als Hiddentrack auf der CD zu hören, für 2007 sind weitere Ausstellungen im In‐ und Ausland geplant.
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